Warum erscheint die „Pro-Stream-Rate“ bei Spotify niedriger als bei anderen Streamingdiensten?

March 2, 2023

Die Realität ist simpel: Kein Dienst zahlt einen festen Betrag pro Stream, weil Hörer*innen auch nicht pro Stream zahlen. Sie zahlen für den Zugang und können so viel oder so wenig streamen, wie sie möchten. Alle Streamingdienste zahlen im Wesentlichen gleich viel: Etwa zwei Drittel der Einnahmen aus dem Musikgeschäft werden auf der Grundlage des Streamshares an die Rechteinhaber*innen ausgezahlt.

Wenn also die Auszahlung auf die gleiche Weise erfolgt, warum ist die durchschnittliche Auszahlung pro Stream bei allen Diensten unterschiedlich?

Die Rechnung ist ganz einfach: Auszahlungen insgesamt ÷ Streams insgesamt = „Pro-Stream-Rate“.

Wenn Nutzer*innen eines Dienstes also nicht sehr viel streamen, ist die „Pro-Stream-Rate“ höher. Eine höhere Anzahl an Streams legt jedoch nahe, dass Leuten das Produkt gefällt und sie weiterhin für Musik zahlen werden (und damit Streams und Einnahmen für mehr Künstler*innen generieren). Personen, die sehr wenig streamen, bleiben vermutlich nicht lange Premium Abonnent*innen, was weniger Geld für Künstler*innen bedeutet.

Spotify ist der beliebteste Dienst, bei dem Nutzer*innen jeden Monat mehr streamen. Der*Die durchschnittliche Hörer*in auf Spotify streamt drei- bis viermal mehr Musik pro Monat als Hörer*innen anderer Streamingdienste.

Ein Dienst, bei dem Fans nur gelegentlich Musik hören, generiert weniger Streams, einen kleineren Lizenzzahlungspool und weniger Gesamteinnahmen für Künstler*innen, egal, wie hoch die Rate ist. Ein Dienst, den Fans täglich nutzen, bei dem sie neue Musik entdecken und langfristig aktiv bleiben, kann zahlende Abonnent*innen einfacher gewinnen sowie halten und den Lizenzzahlungspool für alle vergrößern.

Spotify verzeichnet die aktivsten Hörer; ihr hohes Engagement gilt als Motor der Streaming-Branche. Deshalb hat Spotify mit Abstand die höchsten Gesamtauszahlungen: mehr als 11 Mrd. $ im Jahr 2025, 10-mal mehr als 2014. Der Branche kommt es zugute, wenn Nutzer*innen mehr streamen.

Bei einem Dienst, der Hörer*innen dazu anregt, jeden Monat viel zu streamen, ist die effektive Pro-Stream-Rate geringer, aber dafür sind die Gesamtauszahlungen höher. Wir glauben, dass den Künstler*innen und Songwriter*innen höhere Einnahmen wichtiger sind als eine höhere Rate pro Stream.

Mehr über die Realität von Streamingauszahlungen erfährst du hier.