Warum erhalten Songs mit weniger als 1.000 jährlichen Streams keine Lizenzzahlungen auf Spotify mehr?

March 18, 2024

Gemäß unserer Lizenzzahlungsrichtlinie müssen Songs im vergangenen Jahr mindestens 1.000 Streams erzielt haben, um Lizenzzahlungen für Aufnahmen zu generieren. Am gesamten Lizenzzahlungspool oder dem Gewinn von Spotify ändert sich dadurch nichts. Das Geld wird an professionelle Künstler*innen weitergeleitet.

99,5 % aller Streams stammen von Songs, die mindestens 1.000 jährliche Streams aufweisen. Jeder dieser Titel wird im Rahmen dieser Richtlinie mehr einbringen.

Im Jahr 2025 hatten 3,5 Millionen Künstler*innen mindestens einen infrage kommenden Song. Die durchschnittlichen Lizenzzahlungen, die pro monetarisiertem Song verdient werden, haben sich von 2023 bis 2025 mehr als verdreifacht. 

So sieht das im Detail aus: Dutzende Millionen Songs würden im Durchschnitt nur 0,02 $ pro Monat einbringen. Gemeinsam machen diese Songs mit weniger als 1.000 Streams etwa 0,5 % der Streams aus (und würden daher ohne unsere Richtlinie 0,5 % des Lizenzzahlungspools einbringen). Bei einem Jahrespool von über 11 Mrd. $ sind 0,5 % ein Betrag von mehreren Millionen US-Dollar im Jahr.

Das Problem: Zahlungen unter 2 $ kommen oft nicht einmal bei Künstler*innen an. Labels und Distributor*innen haben Mindestabhebebeträge festgelegt (2 bis 50 $) und Banken erheben Transaktionsgebühren (1 bis 20 $). Diese winzigen Beträge bleiben daher häufig im System stecken, statt in den Taschen der Künstler*innen zu landen.

Wir leiten dieses Geld deshalb dorthin weiter, wo es einen echten Unterschied macht: zu Künstler*innen, die mit Streaming eine Karriere aufbauen.